DAS SIND DIE GARANTEN DES THUNER MEISTERMäRCHENS

Der FC Thun ist Meister. Wir stellen dir die Protagonisten vor, die den grössten Anteil am Sensations-Titel haben.

Andres Gerber und Dominik Albrecht

Der Thuner Meistertitel ist in erster Linie ein Verdienst eines solidarischen Kollektivs, das von zwei Leuten massgeblich gestaltet wurde: Andres Gerber und Dominik Albrecht. Gerber prägte mit seiner bodenständigen Art den Verein erst als Spieler, dann als Sportchef und seit 2020 als Präsident. Der einstige Unihockeyaner Albrecht arbeitete sich bei Thun nach einer Blindbewerbung nach oben und startete als Quereinsteiger durch.

Nach dem Aufstieg aus der Challenge League gelang es Albrecht und seinem Team, mit geschickten Transfers wie Michael Heule, Matthias Käit, Kastriot Imeri oder Brighton Labeau den Kader neben den etablierten Mannschaftssäulen punktuell zu verstärken. Mehr zu Albrecht erfährst du hier im exklusiven Interview, das 20 Minuten mit ihm Anfang des Jahres geführt hat.

Mauro Lustrinelli

Wie Andres Gerber erlebte auch Mauro Lustrinelli als aktiver Spieler die glorreichen Thuner Zeiten in der Champions League mit. Als Trainer arbeitete er erst in Thuns Nachwuchsbereich, ehe er beim SFV die Nationalteams der U16 und U21 trainierte. 2022 kehrte er ins Berner Oberland zurück und führte den FCT aus der Challenge League bis zum Meistertitel in der Super League.

Leonardo Bertone

Mit YB feierte Leonardo Bertone 2018 und 2019 bereits zwei Meistertitel. Doch damals hatte das Berner Eigengewächs noch eher eine Rolle als Ergänzungsspieler inne. Bei Thun ist Bertone in dieser Saison der absolute Chef im zentralen Mittelfeld und glänzt mehrfach mit absoluten Traumtoren. Mit einem Prachtstreffer beim Auswärtssieg in Basel stellte er Anfang Februar die Weichen dafür, dass Thun der Konkurrenz schon früh enteilte. Einer Wahl Bertones zum MVP der gesamten Liga in dieser Saison würden wohl die wenigsten Experten widersprechen.

Marco Bürki

Wie Bertone war auch Marco Bürki als Ergänzungsspieler 2018 Teil der legendären YB-Meistermannschaft. In Thun sorgt der kleine Bruder von Ex-Natigoalie Roman Bürki nun seit 2021 dafür, dass hinten der Laden dicht bleibt. Der 32-jährige Innenverteidiger ist mit seiner Arbeitsethik stellvertretend für den Thuner Spirit in dieser Saison. Bei Ausfällen von Michael Heule oder anderen Aussenverteidigern machte Bürki heuer auch auf der Seite meist eine gute Figur. An seiner Aggressivität in den Zweikämpfen verzweifelten die gegnerischen Angreifer reihenweise. Bei den wenigen schlechten Thuner Spielen (leistungsmässig oder bezüglich der Punkteausbeute) in dieser Saison waren es häufig Spiele ohne Bürki.

Elmin Rastoder

In der ersten Saisonhälfte stand Elmin Rastoder in Thuns Offensive noch im Schatten von Christopher Ibayi, der Anfang des Jahres dann verletzungsbedingt mehrere Wochen pausieren musste. Während der Absenz des Kongolesen startete Rastoder komplett durch und entwickelte sich innert Kürze zum formstärksten Stürmer der Liga. Bei GC einst verkannt, ist der Mann aus Wetzikon ZH mit seinen vielen Toren nun einer der Garanten für den Thuner Meistertitel. Gleichzeitig dürfte der 24-jährige Nationalspieler Nordmazedoniens aufgrund seines Spielerprofils im Sommer einer derjenigen Meisterhelden sein, bei denen ein Wechsel ins Ausland bevorstehen könnte.

2026-05-03T14:21:01Z