HAMILTON NACH MIAMI: WIE STARK BREMST DER FERRARI-SCHADEN SEINE CHANCEN WIRKLICH?

Kurz nach dem Kurvenscheitel von Kurve eins sahen Lewis Hamiltons Aussichten für den Miami Grand Prix der Formel 1 noch gut aus. Nach einer Berührung mit Max Verstappen verlor Hamilton jedoch Schwung und fiel auf die Höhe von Franco Colapinto zurück.

Colapinto und Hamilton berührten sich in Kurve elf, wodurch ein Teil von Hamiltons seitlichem Unterboden abbrach. "Ich habe da eine halbe Sekunde an Downforce im Auto verloren. Ich bin dann nur noch gefahren, um so viele Punkte wie möglich mitzunehmen", sagt Hamilton. Mit Platz sechs wurden am Ende acht Punkte eingefahren.

Die reduzierte Pace zeigte sich sofort in den Rundenzeiten. Hamilton hielt sich in der Gruppe um Oscar Piastri, George Russell und seinen Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc, konnte aber nicht aufschließen. "Das war ein langes Rennen im Niemandsland", so Hamilton.

Mit fortschreitender Zeit fiel Hamilton weiter zurück; zu Beginn der letzten Runde fehlten rund zehn Sekunden auf Max Verstappen. Durch eine 20-Sekunden-Strafe von Charles Leclerc rutschte Hamilton noch vor den Teamkollegen, doch auch ein Zwischenfall mit dem Safety Car änderte wenig an der Situation. "Ohne den Schaden hätten wir vorne mitkämpfen können", kommentierte Hamilton.

Das Wochenende begann für Hamilton verhalten. Im Qualifying verringerte sich der Rückstand auf Charles Leclerc auf weniger als zwei Zehntel, zuvor hatte das Setup aus dem Simulator jedoch Probleme bereitet, wie Berichte zeigen.

Hamilton kritisierte vor allem den Luftwiderstand: "Wir müssen versuchen, den Luftwiderstand verringern können. Sonst haben wir ein Defizit auf den langen Geraden." Der SF-26 verlor in Miami auf den Geraden gegen die Konkurrenz an Zeit, und das dürfte auf Strecken mit langen Geraden, etwa in Kanada, weiter problematisch bleiben.

Weitere Rennereignisse und Analysen gibt es im Bericht zu einem Zwischenfall in Miami: Miami GP: Hülkenberg-Drama in zwei Akten.

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2026-05-04T16:41:00Z