MIT 6 WURDE ER VON SCHIMPANSEN FAST GETöTET, NUN MISCHT ER DIE RINGERSZENE AUF

Dunia Sibomana-Rodriguez spielte als Kind im Kongo, als er von einer Horde Schimpansen attackiert wurde. Nun träumt der 18-Jährige in den USA von Olympia.

16 Operationen hat Dunia Sibomana-Rodriguez über sich ergehen lassen müssen, dennoch sind die schlimmen Verletzungen in seinem Gesicht noch immer zu sehen. Doch Sibomana gab als Kind nicht auf und tut das auch als 18-Jähriger nicht – nicht im Ring und nicht ausserhalb. So ist er zu einem der besten Highschool-Ringer der USA aufgestiegen.

Bis da war es ein langer und beschwerlicher Weg, der mit dem Schicksalsschlag begann, welcher das Leben des Dunia Sibomana schlagartig änderte. Dunia war damals sechs und lebte mit seiner Familie in der Demokratischen Republik Kongo, als sein Cousin, sein vierjähriger Bruder und er beim Spielen im Virunga-Nationalpark von einer Horde Schimpansen angegriffen wurden. Der Cousin und der Bruder kamen ums Leben, er selbst wurde schwer verletzt.

Mit acht Jahren in die USA

Dunia verlor bei der Attacke einen Finger und erlitt tiefe Wunden im Gesicht und am rechten Ohr. «Plötzlich tauchten die Schimpansen aus dem Nichts auf», erinnert sich Sibomana später gegenüber NYpost.com, «alles ging so schnell.»

Nach dem verheerenden Angriff verbesserte sich die Situation erst einmal gar nicht: Dunias Mutter war gestorben, als er noch ein Kleinkind war, sein Vater war arbeitslos. Und nun wurde der Sechsjährige zum Betteln geschickt, weil die Familie kaum über die Runden kam.

Doch hinter den Kulissen begann eine fast wundersame Wendung. Ranger aus dem Kongo kontaktierten «Smile Rescue Fund for Kids», eine gemeinnützige Organisation aus Amerika, die kostenlos Operationen durchführt und finanziert. Und so kam er mit acht Jahren in die USA, um sein Gesicht rekonstruieren zu lassen. Sechzehn Operationen hat er bis heute hinter sich, weitere werden folgen.

In der neuen Heimat hatte Dunia drei Gastfamilien, von der dritten wurde er adoptiert – denn auch sein Vater war mittlerweile gestorben. Seither heisst er Dunia Sibomana-Rodriguez und lebt in Long Beach, New York.

Die Adoptivfamilie war es auch, die ihn zum Ringen brachte. Das war bei den Rodriguez’ Familiensport, zuvor hatte der Junge in seinem Leben nie gerungen. «Auch wenn ich nicht viel darüber wusste, war Ringen genau das Richtige für mich», so Sibomana-Rodriguez, der mittlerweile auch US-Staatsbürger ist. Und es zeigte sich schnell, dass er über Talent verfügt: Mittlerweile hat der 18-Jährige fünf Titel in Nassau County und drei Landesmeisterschaften gewonnen. Im März sicherte er sich ausserdem den Titel der National High School Coaches Association; demnächst wird er an die University of North Carolina wechseln.

Dunia Sibomana-Rodriguez will an die Olympischen Spiele

Sibomana-Rodriguez hat weiterhin grosse Ziele – nicht nur im Sport. Zum einen träumt er davon, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, zum anderen möchte er nach der Hochschule im Finanzwesen arbeiten, vielleicht sogar an der Wall Street.

Dunia Sibomana-Rodriguez hat in seinem Leben viele Hindernisse in den Weg gelegt bekommen – und hat sie alle gemeistert. Es dürfte nicht überraschen, würde er auch diese hochgesteckten Ziele erreichen. Einen längeren Weg als er hat kein Konkurrent bewältigt.

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2026-05-04T09:44:32Z