Mit Captain Roman Josi (Nashville Predators) sowie den Stürmern Nico Hischier, Timo Meier (beide New Jersey Devils) und Nino Niederreiter (Winnipeg Jets) stossen vier weitere NHL-Spieler zum Nationalteam. «Aufgrund der hohen Belastung durch die Saison und die Olympischen Spiele haben wir diesen Spielern bewusst eine etwas längere Pause gewährt. Sie stossen nun frisch zum Team, um für die kommende Heim-WM körperlich und mental bereit zu sein», wird Nati-Trainer Jan Cadieux in einer Medienmitteilung des Verbandes zitiert.
Roman Josi erklärt auf einem Instagram-Post von Swiss Ice Hockey: «Ich freue mich riesig, zum Team zu stossen und die Heim-WM zu spielen. Es ist ein Riesenprivileg, vor allem vor all unseren Schweizer Fans. Das wird ein Riesenfest. Ich kann es kaum erwarten.» Auch Nino Niederreiter äussert sich: «Endlich ist es so weit und wir dürfen eine Heim-WM in der Schweiz spielen. Ich freue mich riesig darauf und hoffe, dass es ein Megafest wird. Wir werden unser Bestes geben, um alle stolz zu machen.»
Jonas Siegenthaler (New Jersey Devils) fällt dagegen wie von Blick angekündigt verletzt für die Heim-WM aus, der vertragslose NHL-Spieler Philipp Kurashev (zuletzt San Jose Sharks) muss noch medizinische Tests abwarten. Sein Status wird von Tag zu Tag neu beurteilt. Ein weiterer NHL-Spieler, der dazustossen dürfte, aber noch nicht im Kader figuriert, ist Tampa-Verteidiger Janis Moser, der in der Nacht auf Montag gegen Montréal aus den Playoffs ausgeschieden ist. Erhält er die Freigabe seines Vereins, ist mit ihm ab nächster Woche zu rechnen – rechtzeitig vor dem WM-Start am 15. Mai gegen die USA.
Nach dem Ende der nationalen Meisterschaft verstärken mit Torhüter Reto Berra, Verteidiger Simon Seiler sowie den beiden Stürmern Christoph Bertschy und Attilio Biasca vier Akteure von Meister Fribourg die Schweiz. Ebenfalls aufgeboten wurden Goalie Sandro Aeschlimann, die beiden Verteidiger Lukas Frick und Sven Jung sowie die zwei Stürmer Yannick Frehner und Simon Knak von Playoff-Finalist Davos. Für den 29-jährigen Seiler sowie den 28-jährigen Frehner, die in den Playoffs gross aufspielten, sind es die ersten Aufgebote für die Nati. Nicht zur Verfügung stehen von den Finalisten die verletzten gestandenen internationalen Verteidiger Andrea Glauser (Fribourg) und Michael Fora (Davos). Die Schweiz bestreitet diese Woche die vierte und letzte WM-Vorbereitungswoche und die Beijer Hockey Games in Ängelholm (Sd).
Vorbei ist das Heim-WM-Abenteuer für nicht weniger als 13 Spieler aus dem bisherigen WM-Vorbereitungskader. Die beiden Torhüter Stéphane Charlin und Kevin Pasche, die Verteidiger David Aebischer, Tobias Geisser, Simon Le Coultre und Romain Loeffel sowie die Stürmer Gaëtan Haas, Fabrice Herzog, Grégory Hofmann, Dario Meyer, Dario Rohrbach, Tristan Scherwey und Sven Senteler mussten allesamt die Koffer packen. Mit den routinierten Loeffel, Haas, Herzog, Hofmann und Scherwey hat es durchaus namhafte Spieler erwischt.
Rikard Franzén, der für die Defensive verantwortlich ist und als Fribourg-Assistent noch in den Playoffs engagiert war, komplettiert zudem den Trainer-Staff. Fabio Schumacher, der letzte Woche als Assistenztrainer an den Czech Hockey Games dabei war, gehört dem Staff dagegen nicht mehr an. Ein weiterer Coach ist aktuell nicht vorgesehen.