SCHALKE 04 IST ZURüCK IN LIGA EINS – DIESER FEHLER DARF JETZT AUF KEINEN FALL WIEDER GEMACHT WERDEN

„Der S04 ist wieder da“, schallte es am Samstagabend (2. Mai) ab 22.25 Uhr lautstark und minutenlang durch die Schalker Veltins Arena. Der FC Schalke 04 ist durch den 1:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf aufgestiegen. Der S04 ist wieder erstklassig – und möchte es dieses Mal auch bleiben.

2023 ging es nach nur einem Jahr wieder runter. Ein dramatischer und bitter Abstieg, der zwei Horror-Jahre in Liga zwei zur Folge hatte. Diesmal möchte und muss Königsblau nachhaltig erstklassig bleiben. Doch dafür müssen Matthias Tillmann, Frank Baumann und Co. jetzt die richtigen Hebel in Bewegung setzen – und aus 2022 lernen. Auch, wenn alle Beteiligten dort noch nicht die Zügel in der Hand hatten, ist deutlich, was damals nach dem Aufstieg von Schalke 04 falsch lief, und jetzt nicht wieder falsch laufen darf. Ein Kommentar.

Schalke 04 steigt auf – und muss jetzt aus 2022 lernen!

Der FC Schalke 04 hat es tatsächlich geschafft: Am Ende einer grandiosen Saison steigt S04 nach drei Jahren wieder in die Bundesliga auf. Wie vor vier Jahren. Damals ging es jedoch nach nur einer Saison in Liga eins direkt wieder runter. Das soll und muss nun unbedingt vermieden werden. Aus sportlicher und vor allem wirtschaftlicher Sicht. Denn der Verein kann nur gesunden, wenn er mittel- und langfristig in der Bundesliga spielt.

Damals haben es die S04-Bosse um Peter Knäbel und Rouven Schröder verpasst, den Klub nachhaltig aufzustellen und für die Bundesliga zu wappnen. Personelle und strukturelle Fehlentscheidungen mündeten in dem erneuten Abstieg – eine Katastrophe für den Verein. Trotz starker Rückrunde schafft S04 den Klassenerhalt nicht.

  • Punkte bei Aufstieg: 67.
  • Aufstieg und Meisterschaft: S04 kann schon nach Spieltag 32 mächtig feiern.
  • Heimstärke: Magische 39 Punkte holte Königsblau vor heimischem Publikum bis dato.

Das wohl größte Problem damals: Die Führungsachse wurde komplett aufgelöst. Martin Fraisl und Victor Palsson verließen den Klub. Malick Thiaw und Ko Itakura konnten nicht gehalten werden. Zudem gingen mit Timo Becker und Darko Churlinov zwei Identifikationsfiguren, die vor allem innerhalb der Kabine eine wichtige Rolle gespielt hatten.

Dies gilt es in diesem Sommer zu verhindern. Die größte Stärke der aktuellen Mannschaft ist der Zusammenhalt und das Miteinander. Das muss bewahrt werden. Schalke braucht dringend Neuzugänge, um den Kader für die erste Liga aufzustellen. Doch der Kern, das Herz, dieser Mannschaft muss bestehen bleiben. Loris Karius, Nikola Katic, Timo Becker, Ron Schallenberg, Kenan Karaman und im besten Fall noch Edin Dzeko. Diese Achse darf nicht auseinanderbrechen. Ob und mit welcher Rolle sie alle bleiben werden, bleibt abzuwarten. Doch eine starke Achse ist gerade als Aufsteiger enorm wichtig. Da müssen Frank Baumann, Youri Mulder, Maximilian Lüftl, Miron Muslic und Co. ansetzen.

Mission Klassenerhalt mit den Aufstiegshelden?

Die Mannschaft wird in der kommenden Saison ein ganz anderes Gesicht haben (müssen), um in Liga eins zu bleiben. Sowohl in der Spitze als auch in der Breite gilt es, sich passend zu verstärken. Jedoch darf man nie unterschätzen, wie wichtig Eingespieltheit in einer Mannschaft ist. Das haben die Verantwortlichen 2022 offensichtlich unterschätzt. Der Kader ist dort einmal komplett auf links gedreht worden. Damals standen am ersten Spieltag sieben Neuzugänge in der Startelf. Zu viel Umbruch für einen Aufsteiger ohne passende Basis.

Das wird in diesem Sommer hoffentlich anders sein. Denn ja, Schalke 04 ist auf Verkäufe angewiesen. Spieler wie Mertcan Ayhan. Vitalie Becker, Sofiane El Faouzi oder Moussa Sylla könnten Geld in die Kasse spülen. Dazu wird es auch so sein, dass der ein oder andere wichtige Akteur geht oder nicht gehalten werden kann. Stichwort Moussa Ndiaye. Und ja, die Mannschaft braucht qualitativ hochwertige Neuzugänge, um in der Bundesliga bestehen zu können.

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Doch der Großteil dieser Truppe muss und soll zusammen gehalten werden. Um dann mit den passenden Neuzugängen auch im nächsten Jahr Grund zu feiern zu haben. Denn fast noch wichtiger als der Aufstieg in diesem Jahr wird der Klassenerhalt in der nächsten Saison.

2026-05-04T18:15:57Z